Rheinisch – Deutsche

Kaltblüter

Kaltblüter
Muenchshof-gotha

Die Pferdezucht hat in Thüringen eine lange Tradition. Unser Zucht des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Der Grundstein unserer Zucht wurde im Jahr 1992 gelegt. Seit diesem Zeitpunkt sind wir bestrebt diese Rasse, welche auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen steht, zu erhalten. Dies ist für uns eine Herzensangelegenheit.

Diverse gekörte und prämierte Hengste, Staatsprämien-, Prämien- und Elitestuten zeigen, das wir auf dem richtigen Weg sind.

Viele unserer Nachkömmlinge sind heute erfolgreich im Forst eingesetzt oder haben Freude an ihrer Tätigkeit als Fahrpferd. Manche sind Teil von Familien geworden, als geliebtes Freizeit- und Reitpferd.

Für unsere Bestrebungen diese Rasse zu erhalten, erhielten Gerhardt Kley die

„Ehrennadel in Gold“ – für besondere züchterische Leistungen

und Mathias Kley die

„Ehrennadel in Bronze“ – für besondere züchterische Leistungen.

 

„Wir stehen ein, für Qualität aus Züchterhand, zum Wohle unserer Pferde!“

 

Unsere Deckhengste

Unsere Zuchtstuten

Unser Nachwuchs

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Das Rheinisch-Deutsche Kaltblut

Zuchtgeschichte

Die Zucht schwerer Zugpferde recht weit in das 19. Jahrhundert zurück. Die Intensivierung der Landwirtschaft erforderte hauptsächlich in den Ackerbaugebieten starke und zugkräftige Pferde. Mit der Gründung der Züchtervereinigung „Rheinisches Pferdestammbuch“ im Jahre 1892 wurde ein einheitliches Zuchtziel für die ganze Provinz Rheinland festgelegt. Man entschloss sich, auf der Basis des belgischen Kaltblutpferdes das Rheinische Pferd zu züchten. Die rheinischen Kaltblutzüchter schufen auf diese Weise eine Pferderasse, du unter der Bezeichnung „Rheinisch-Deutsces Kaltblutpferd“ ein Begriff wurde und viele deutsche wie auch ausländische Zuchten entscheidend beeinflusste. Nach 1945 wurden diese Arbeitspferde in der Land- und Forstwirtschaft dringend benötigt. So musste in Ostdeutschland, sogar durch staatliche Anordnung verfügt, jede Stute einem Hengst zugeführt werden. In den Jahren 1951/52 erreichte der Bestand in der DDR seinen Höchststand mit annähernd 40.000 eingetragenen Zuchtstuten. In den Folgejahren reduzierte sich die Nutzung auf den Einsatz in der Forstwirtschaft. 1987 waren immerhin noch 2.155 Kaltblutpferde im forstwirtschaftlichen Einsatz. Im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Wende 1990 kam es mit der Bildung der fünf neuen Bundesländer und den dazugehörigen neu gegründeten Landeszuchtverbände sowie durch spezielle Landesförderprogramme zu einer Aufsplitterung der vormals in der DDR züchterisch einheitlichen betreuten Reinzuchtpopulation des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes. Im Jahre 2004 wurden alle Teilpopulationen des Rheinisch-Deutschen Kaltblutpferdes bundesweit in einem gemeinsam geführten Ursprungszuchtbuch zusammengeführt, um den weiteren dramatischen Bestandsrückgang zu stoppen.

Rassebeschreibung (Zuchtziel)

  • Größe (Widerristhöhe): mindestens 158 cm
  • Farben: Fuchs, Braun, Rappe, Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel
  • klarer Kaltbluttyp mit genügend Adel; mittelgroß und mittelschwer bis groß und schwer; harmonische Proportionen; ausgeprägter Geschlechtsausdruck
  • Kopf ausdrucksvoll, trocken, zum Körper passend; Ohren mittelgroß bis klein, gut angesetzt; großes, dunkel pigmentiertes Auge; Profil gerade
  • Hals gut aufgesetzt, kräftig, mittellang, leicht gewölbte Oberlinie; bei Hengsten ausgeprägter Kamm
  • Körper insgesamt kräftig bemuskelt; Schulter genügend schräg; Brust breit und tief; Rippenwölbung ausgeprägt bei geschlossener Flanke
  • Widerrist deutlich, genügend breit und sanft auslaufend; Rücken gerade, breit mit gutem Nierenschluss; Kruppe gut bemuskelt, breit, mäßig gespalten, lang und genügend geneigt; gut ausgeprägte Hinterhandbemuskelung
  • Fundament ausreichend stark, zum Kaliber passend; trocken mit kräftigen, klaren Gelenken und korrekter Winkelung; Unterarm mittellang, gut bemuskelt; Fessel mittellang, genügend straff; Röhrbeinumfang: Stute mindestens 24 cm; Hengst mindestens 25 cm
  • Bewegungsablauf harmonisch und ökonomisch; Schritt gerade bei gutem Schub aus der Hinterhand, große Schrittlänge; Trab fordernd, raumgreifend mit aktiver Hinterhand; Galopp locker, bodendeckend
  • ruhiges Temperament, ausgeglichenes Verhalten; hohe Arbeitswilligkeit und Zugkraft; gute Futterverwertung

Eigenschaften, Nutzung

Als Freizeit- und Hobbypferde haben sich auch Rheinisch-Deutsche Kaltblüter in den letzten Jahren ein völlig neues Terrain erobert. Sie sind zunehmend präsent im Hobby- und Freizeitsektor, im Show-Wesen und bei Repräsentations- und Werbemaßnahmen. Die charakterstarken Kaltblüter werden auch gern in der Touristik sowie im Erholungs- und Freizeitwesen genutzt. Sie finden ihren Einsatz im Wanderreiten und zunehmend im Wanderfahren. Dort werden sie vor allem im Gespanndienst für Planwagen- und häufig für Kremserfahrten eingesetzt. Es werden auch spektakuläre Kaltblutrennen veranstaltet wie beispielsweise im brandenburgischen Brück, auf der inzwischen größten, regelmäßig veranstalteten „Kaltblutshow“ in Deutschland.

Die Entwicklung moderner, pferdebezogener Arbeitsgeräte und die kombinierte Verwendung von Zugpferden und moderner Technik in der Forstwirtschaft bieten Voraussetzungen für weitere Einsatzperspektiven, zumindest für einen Teil der Kaltblutpferde.

Bestandsentwicklung, Gefährdung, Schutz

Die Zuchtarbeit wird heute von den unter dem Dach der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN Warendorf) zusammengefassten deutschen Landeszuchtverbänden in eigenständige Teilpopulationen betrieben. Bei der Entwicklung des Zuchttierbestandes in Deutschland konnte seit 1995 Zuwachs erreicht werden, momentan mit einer stabilen Größenordnung von ca. 1.300 Stuten und 150 Hengsten. Während in den neuen Bundesländern seit 2000 ein kontinuierlicher Bestandszuwachs zu verzeichnen ist, sind die Bestandszahlen in den alten Bundesländern wieder leicht rückläufig.

Das Rheinisch-Deutsche Kaltblut steht heute auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen. 

Quelle: Broschüre des Sächsischen Landesamtes  für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; Pillnitzer Platz 3, 01326 Dresden